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Islamische Philosophie Theologie

Islamische Philosophie

Das “(neue) Islamische Gedankengut- Vergangenheit und Gegenwart“

 

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Es gibt keinen Konsensus bezüglich des Gedankenguts der islamischen Hochkultur. Generell gibt es zwei Fronten. Während die einen sich fest an die Vergangenheit festklammern und sich auf die früh-islamischen Gelehrten halten, gibt es auf der anderen Seite eine Abneigung gegenüber dem früheren Gedankengut. „Man müsse neue Grundlagen schaffen, die der Moderne entsprechen.

Die islamische Philosophie, also die unzähligen islamischen Philosophen geben uns mit ihren diversen Theorien Ansätze, wie wir unser Gedankengut sowohl dem früheren Erbe, als auch neuen, modernen Aspekten entsprechend neu gestalten können. Damit ist gemeint, dass sich das eine mit dem Anderen nicht ausschließt, nein, ganz im Gegenteil, nur mit der alten islamischen Hochkultur und den Grundwerten der Moderne kann, ja muss man, neues Islamisches Gedankengut und Grundprinzipien hervorbringen.

Wenn wir die islamische Hochkultur des Mittelalters intensiv und vor allem richtig reflektieren, kann dies für unsere heutige Zeit ein Licht in der Dämmerung sein. Nur so können die Muslime aus dem Schatten ans Licht treten.  Bei allen islamischen Gelehrten spielte die Philosophie, direkt oder indirekt eine Rolle. Die Philosophie und Logik stellt Grundlagen und den Rahmen für einen vernünftigen Gedankengang dar, denn gedankliche Stringenz und das in sich schlüssige Argumentieren ist vehement wichtig. Doch sicherlich ist die Philosophie der einzige Faktor. Neben der Philosphie ist die Islamische Mystik (Tasavvuf) und die islamische Theologie (Kalam) ein fester Bestandteil. Nur die gesunde Mischung macht einen Gedanken erst zu einem stringenten Gedanken.  

Man darf das Erbe der islamischen Hochkultur und die Geschichte nicht nur als eine in einer bestimmten Zeit in der Vergangenheit erlebten Erfahrung sehen, sondern als einen festen und lebendigen Bestandteil unseres heutigen Gedankenguts.

Um neue Prinzipien schaffen zu können ist es notwendig, neues zu entdecken, also neue Gedankenansätze zu schaffen. Dafür ist die „Empathie“ ein zentraler Begriff. Nur wer fähig ist, aus der Brille des Anderen zu sehen und mit ihm Mitgefühl hat, ist hierzu fähig.

Erneuerung durch Wiederholung und Empathie. Die Geschichte wiederholt sich kontinuierlich, immer und immer wieder wird es Parallele zwischen der Gegenwart und der Moderne, dem Hier und Jetzt geben. Mit Wiederholung ist der Bezug zu dem Erbe gemeint.

Die Erfolge der Geschichte der Islamischen Philosophie diesbezüglich sind eindeutig. Deswegen ist es wichtig eine vernünftige Kenntnis über die Geschichte der islamischen Philosophie zu haben. Denn wer seine Geschichte kennt und sie internalisiert und Lehren daraus zieht, kann in die Zukunft blicken. Hierbei ist die Aufgabe der heutigen islamischen Philosophen immanent. Wenn man sich überlegt, dass der Koran einer analphabetischen Gesellschaft, der damaligen Araber herabgesandt wurde, ist es umso bemerkenswerter, dass sie wenige Jahrhunderte später, im 8. Und 9. Jahrhundert die Hochburg der Wissenschaft wurde. Dutzende Werke der Antike, der Philosophen, Mathematiker, Astronomen, Alchemisten uvm wurden ins arabische übersetzt und sogar ergänzt und vervollständigt. Die Übersetzung waren vielmehr als ein reines Übertragen der Gedanken von einer Sprache in die Nächste, nein neue Aspekte wurden sogar hinzugefügt, sodass der Okzident die Werke aus dem Arabischen wieder übersetzte, statt das Original zu benutzen. Almagest, ist nur ein Bespiel.

Der Koran ist der entscheidende Grund für diesen Wandel. Der Koran befiehlt seinen Gedanken zu benutzen und ständig nach Wissen zu streben. Nur so ist ein gesundes frommes Leben und die Glückseligkeit zu erreichen. So heißt es doch im Koran „Sagt: Sind die Wissenden den Nichtwissenden gleich?“ Der erste Befehl des Korans lautet doch „LIES“, also studieren, erforsche, sei immer Wissbegierig.“

 

 

Was kann uns die Islamische Philosophie heute noch geben?

 

Die Islamische Philosophie ermöglicht die Internalisierung der Notwendigen Grundprinzipien der islamischen Hochkultur und der Moderne zu liieren, sodass ein Unisono zustande kommt. Man kann sich das wie ein Orchester vorstellen. Die verschiedenen Instrumente sind untereinander Verschieden, doch durch das Zusammenwirken und das dirigieren des Dirigenten kommt ein einmaliges fest für die Ohren, ja Sinne zustande. Wie ihr euch wahrscheinlich denken könnt ist der Dirigent die islamische Mystik.

Man darf nicht vergessen, dass bei allen islamischen Disziplinen der Koran die alles entscheidende Instanz ist. Alle Gedanken müssen mit den Grundlehren des Korans einhergehen und sich danach richten. Nicht der Koran muss sich nach uns richten, sondern wir müssen uns nach dem Koran richten. Hier stellt sich dann wieder die Frage, ob das eine das andere nicht ausschließt und man entweder Häresie betreibt, in den man den Koran ablehnt, denn sich nicht an den Koran zu halten und ihn zu verändern ist Häresie, Blasphemie  oder ob man durch das sture Richten an den Koran kein neues Gedankengut hervorbringen kann. Auch hier ist die Antwort klar. Das Eine schließt das Andere nicht aus, denn der Koran ist ein Heiliges Buch welches bis zum Ende der Menschheit seine Aktualität und Präsens nicht verlieren wird. Der Koran entspricht jeder Generation, jedem Jahrhundert und jeder Kultur. Jeder wird angesprochen und jeder kann sich mit dem Koran eins fühlen.  Der große islamische Gelehrte und Philosoph Alkindus oder auch bekannt als Albunnasar (Kindi) sagt: „ Die Philosophie hilft dem  Verstaendnis des Korans bei. Außerdem wird im Koran die Logik benutzt um die Einzigartigkeit des Korans darzustellen.“ Ibn Sina, bekannt auch als Avicenna sagt: „Der Koran gibt die Möglichkeit zur Interpretation“. Er meint natürlich die Verse, die zwei oder mehrdeutig versteht werden können. In der Koranexogenese nennt man das „Mutashabih“.  Ibn Rüschd, also Averroes sagt: „Die Philosophie ermöglicht die Wahrheit der islamischen Prinzipien und Dogmen zu erfassen“.

Eines sei allerdings gesagt, dass dies nicht heißt, dass jeder der den Koran auf seine Art und Weise versteht auch dementsprechend eine eigene Koraninterpretation macht. Dafür sind einige Aspekte und Grundprinzipien der Koranexogonese zu beachten, denn wer zu viel versucht alles mit dem Verstand zu erklären, wird sehr schnell merken, dass er Schwierigkeiten bekommt und an seine Grenzen stößt. Eins ist Gewiss, Religion bedeutet auch irgendwo ohne Hinterfragen sich den Gottgebenen Richtlinien und den Dogmen zu beugen.

Die Wahrheit zu erforschen ist ein steiniger und langer Weg. Man braucht viel Ausdauer einen festen Glauben...

 

 

 

 

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