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Leid, Krankheit und Tod im Islam Islam

Leid, Krankheit und Tod im Islam

Leid, Krankheit und Tod im Islam

Zwischen dem Menschlichen und dem Islamischen gibt es eine direkte Beziehung. Anders gesagt: In jeder Situation kann der Islam zu Rate gezogen werden. Dies ist vor allem eine Notwendigkeit des Tawhîd–Glaubens, der die Grundlage des Islams darstellt. Ferner ist die Quelle der Offenbarung dieselbe wie die Quelle des Lebens, das den Menschen umgibt.

Keine Religion oder Zivilisation, die den Menschen Glückseligkeit verspricht, kann angesichts der Probleme des Menschen untätig bleiben. Als eine Religion, die den Menschen Glückseligkeit verspricht, bietet der Islam Lösungen für diese Probleme der Menschen.

 

Der Mensch ist Mensch, mit seinem Glauben, seinen Gefühlen sowie seiner Veranlagung. Seit den Anfängen der Menschheit bis zu unserer Zeit sind Sorgen, Kummer, Krankheit und der Tod ein Teil des Lebens. Wie bei allen anderen Problemen des Lebens  reagiert der Mensch auch bei diesen Umständen gemäß seinem Glauben, seinem Verstand sowie der Gefühle.     

 

Der Islam sieht das gesamte Leben als eine Prüfung; das Leben und der Tod sind da, um zu prüfen, wer die besten Taten vollbringt. Eine Prüfung ist keine Prüfung, wenn sie nicht auch Schwierigkeiten beinhaltet; eine Probe ohne Sorge ist nicht möglich. Der Mensch, der als Weinender das Leben beginnt, muss es sich zum Ziel machen, sich mit einem kleinen Lächeln und seinem ganzen Herzen von solchen Sorgen loszulösen. Doch wie ist das machbar?

 

Im Paradies, das dem Gläubigen verheißen wird, gibt es keinen Schmerz, Kummer und keine Krankheit; dies gehört ins Diesseits. Der Umgang mit solchen Gegebenheiten gibt den Glauben, die Einstellung sowie die Emotion des Betroffenen preis. Der Islam empfiehlt, sich nicht von seinen Gefühlen leiten zu lassen und jede Situation mit Vernunft und Geduld zu meistern. Dies ist aber nur durch den Glauben an Gott und an das Jenseits möglich.

 

Das Verhalten eines Menschen, der nicht überlegt, von wo er kommt und wohin er geht, unterscheidet sich von einem Menschen, der den Sinn des Lebens in der Ergebenheit zu Gott erkennt. Beide Typen von Mensch werden mit Leid, Krankheit und Tod sicher anders umgehen. Der erste sieht lediglich einen Zufall in dem, was ihm widerfährt und nimmt den Tod als eine Reise ins Nichts wahr. Der zweite hingegen, steuert mit seiner ganzen Stärke im Glauben, in seiner Geduld und seiner Liebe auf seinen Schöpfer zu.

 

Der Tod ist für jedes Lebewesen eine unausweichliche Realität. Ein Lebewesen kommt auf die Welt, wächst auf und stirbt letztendlich. Im Koran gibt es eine ganze Reihe von Versen, die vom Tod handeln: „Jeder soll den Tod kosten." [3:185]; „Und Er hat für sie einen Termin bestimmt, an dem kein Zweifel ist.“ [17:99]; „Und Wir gaben auch vor dir keinem Menschen Unsterblichkeit. Darum werden sie wohl ewig leben, während du stirbst?”[21:34]; “Alles auf Erden ist vergänglich“[55:26]

 

Der Tod ereignet sich erst, zu dem vom Erhabenen bestimmten, Zeitpunkt. Die Schicksalhaftigkeit des Todes wird in einem Vers wie folgt dargestellt: „Und niemand stirbt ohne Allahs Erlaubnis, zu einem im Buch festgesetzten Termin.“ [3:145]

 

Niemand hat die Möglichkeit vor dem Tod wegzulaufen: „Sahst du nicht die, welche aus Todesfurcht zu Tausenden ihre Wohnungen verließen? Allah sprach zu ihnen: „Sterbt!“ Dann machte Er sie wieder lebendig.“[2:243]; „Sprich: Wärt ihr auch in euren Häusern gewesen, wahrlich, jene, denen der Tod bestimmt war, wären zu ihrer Todesstätte aufgebrochen.“[3:154]; „Wo immer ihr seid, der Tod wird euch einholen, auch wenn ihr in hochragenden Türmen wärt.“[4:78]; „Und mit dem Todeskampf kommt die Wahrheit: Das ist es, dem du stets entrinnen wolltest!“ [50:19]

 

Sich an den Tod zu erinnern und dementsprechend darauf vorbereitet zu sein, ist eine Empfehlung des Propheten. In einem Hadîth heißt es: „Gedenkt oft dem Tod, der die Genüsse beseitigt.“ In einem anderen Hadîth wird das Gedenken an die, die im Grab liegen gefordert: „Erinnert euch an den Tod und an das Verwesen der Knochen und des Leibes nach dem Tod. Wer das jenseitige Leben möchte, verlässt die Reize des Diesseits.“(Tirmîzî, Kijâma, 24; Ahmad bin Hanbal, I, 387)

 

Dem Todeskranken sollten schöne, erfreuliche Worte über den Tod erzählt werden. Denn die Entscheidung Gottes kann nichts und niemand abwenden. Somit ist lediglich sein Herz gelindert. (Tirmîzî, Tibb, 35) Der Kranke wird zur Reue und zur Regelung seines Testaments ermutigt.

 

Denn der Gesandte Allahs sagt: „Es gehört sich nicht für einen Muslim, wenn er was zu vererben hat und trotzdem zwei Nächte ohne ein Testament verbringt.“(Buchârî, Wasâja, I; Muslim, Wasijja, I, IV) Die Duldsamkeit gegenüber Kummer, Unheil und Krankheit ist eine Empfehlung des Gesandten Allahs. Der Erhabene befiehlt die Geduld in dem er folgendes gebietet: „Ertrage denn in Geduld; doch deine Geduld kommt alleine von Allah.“[16:127] vgl. [11:110][18:28]

 

„Eine Frau kam zum Gesandten Gottes und sagte: „Bete, damit Gott mich von meiner Krankheit befreit“. Daraufhin sprach der Prophet: „Wenn du möchtest bete ich für dich zu Allah, damit er dich heilt. Wenn du möchtest sei geduldig, so wird es für dich keine Befragung geben.“ Die Frau: „Dann will ich geduldig sein, damit es für mich keine Befragung gibt.“ (Ahmad bin Hanbal, I, 347)

 

Wenn der Kranke mit dem Tode ringt, ist es für die Angehörigen eine Pflicht, ihm zu helfen. Aus diesem Grund gehört es zur Sunna, dem Kranken beim Sprechen der Schahâda zu helfen. Denn der Gesandte Gottes sagte: „Sprecht euren Schwerkranken „Lâ ilâha illallâh“ vor. Denn dieser Satz bewahrt den Gläubigen, der diesen  in dem Moment des Sterbens sagt, vor der Hölle.“ „Wessen letzte Worte „Lâ ilâha illallâh“ sind, geht ins Paradies ein.“(Muslim, Dschanâiz, 1, 2; Abû Dâwûd, Dschanâiz, 16)

 

Das Glaubensbekenntnis wird beim Kranken gesprochen, damit auch dieser sich daran erinnert und es spricht. Man darf ihn aber keineswegs dazu zwingen. Denn er befindet sich in einer schwierigen Situation. Man sollte ihn nicht mit einer neuen Schwierigkeit belasten. Wenn er es schon nur einmal ausspricht, reicht es bereits. Jemand, der ihm lieb ist, sollte diese Aufgabe übernehmen. Die Absicht ist, keine Abneigung hervorzurufen. 

 

Wenn jemand verstirbt, schließt man den Mund und bindet ihn mit einem Tuch über den Kopf fest. Die Augen werden verschlossen. Die Hände werden an die Seite gelegt. Währenddessen kann man folgendes Gebet sprechen: „Möge er im Namen Gottes und der Religion des Gesandten sein. O Allah, erleichtere ihm seine Situation, erleichtere ihm den übrigen Weg, erfreue ihn mit deiner Ansicht. Das, was für ihn aus der Welt getreten ist, mache ihm segensreicher als das, wovon er selbst  hinausgetreten ist.“

 

Anschließend wird der Verstorbene mit einem Tuch überdeckt. Nachdem jemand verstorben ist, sollte bis zur Waschung, bei dem Verstorbenen kein Koran gelesen werden, da es verpönt ist. Nachdem der Tod definitiv festgestellt wurde, sollte sobald wie möglich die Waschung vorgenommen werden.

 

Der Mensch weiß nicht wann und wo er sterben wird. Im Koran lesen wir: „Siehe, Allah - bei Ihm ist da Wissen von der Stunde. Er sendet den Regen herab. Und Er weiß, was in den Mutterschößen ist. Niemand (sonst) weiß, was ihm morgen widerfahren wird. Und niemand (sonst) weiß, in welchem Lande er sterben wird. Siehe, Allah ist wissend und (über alles) unterrichtet.“[31:34]

 

Der Gläubige sollte darauf bedacht sein, im Glauben von dieser Welt zu scheiden. Im Koran empfiehlt der Prophet Jakob seinen Söhnen folgendes: „Und Jakob (sprach:) O meine Kinder! Siehe, Allah hat euch den Glauben erwählt; so sterbt nicht, ohne Gottergebene zu sein.“[2:132] In einem anderen Vers heißt es: „O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah geziemend, und sterbt nicht anders denn als Muslime.“ [3:102]; „Unser Herr, vergib uns unsere Sünden und decke unsere Missetaten zu und laß uns mit den Frommen hinscheiden.“[3:193]; „Unser Herr, wappne uns mit Geduld und nimm uns als Gottergebene zu Dir.“ [7:126]


 

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